Abschwächung (Reduktion): echte Beispiele
Gehen wir direkt zu einem echten Beispiel.
Beispiel: kind of
Drücken Sie zuerst auf Play. Der Clip stammt aus einem Tokio-Reise-Vlog, in dem der Sprecher eine Konditorei in Shinjuku als gute Gelegenheit empfiehlt, den Shopping-Tag ein wenig zu unterbrechen. Achten Sie darauf, wie die beiden Wörter kind of mitten im Satz klingen.
Auf dem Papier sagt er „kind of“.
Aber der Laut, der tatsächlich herauskommt, ist:
kind of = kinda/ˈkaɪn.də/
Was hier passiert, ist ganz einfach.
- of wird abgeschwächt (Reduktion) — of ist ein kleines Funktionswort ohne Betonung und wird deshalb nicht deutlich ausgesprochen. Statt „of“ sackt es zu einem schwachen, verwaschenen „ö“ (Schwa) zusammen.
- Das /d/ von kind bindet sich an dieses „ö“ — Das /d/ verbindet sich direkt mit dem, was von of übrig ist, und bildet „da“: Die beiden Wörter ziehen als eine einzige Form vorbei — „kinda“.
Solange Sie auf „of“ warten, taucht es im Satz nie auf. Kind of („irgendwie“, „ein bisschen“) ist ein Füllwort von höchster Häufigkeit — das Englische schreibt die reduzierte Form sogar: kinda. Es lohnt sich, sie an ihrem echten Klang zu kennen.
Jetzt, wo Sie die Klangform „kinda“ kennen, spielen Sie die Karte noch einmal ab. Tippen Sie auf kind oder of in der Karte, um ab diesem Wort erneut zu hören.
Beispiel: supposed to
Noch eins — diesmal sackt das to zusammen. In einem Osaka-Reise-Vlog ist die Sprecherin auf dem Weg zu einem nächtlichen teamLab-Garten und sagt, die Stimmung solle dort anders sein als in Tokio. Hören Sie auf die beiden Wörter supposed to.
Auf dem Papier sagt sie „supposed to“.
Aber der Laut, der tatsächlich herauskommt, ist:
supposed to = supposta/səˈpoʊs.tə/
Zerlegen wir es Schritt für Schritt.
- to wird abgeschwächt (Reduktion) — to ist ein weiteres kleines Funktionswort. Statt „to“ sackt es zu einem schwachen „tö“ zusammen.
- Das /d/ am Ende von supposed verschwindet — Das /d/ wird vom unmittelbar folgenden /t/ verschluckt, und das s verbindet sich direkt mit dem „tö“. Was vorbeizieht, ist „supposta“ — in einem Atemzug.
Das reduzierte to ist überall: Deshalb klingt have to wie „hafta“ und used to wie „yoosta“. Supposed to („sollen“, „eigentlich vorgesehen sein“) ist ein Alltagsausdruck für Pläne und Erwartungen — es lohnt sich, ihn an seinem echten Klang zu kennen, nicht nur an seiner Schreibung.
Jetzt, wo Sie die Klangform „supposta“ kennen, spielen Sie die Karte noch einmal ab. Tippen Sie auf supposed oder to, um ab diesem Wort erneut zu hören.
Wie fängt man also an, es zu hören?
Sie kennen die Wendung kind of — jeder kennt sie. Und trotzdem rauscht „kinda“ im Gespräch an Ihnen vorbei. Der Grund ist einfach: Sie waren dieser Klangform noch nie begegnet. Und hier liegt die Tücke: Ein Laut, den Sie nicht kennen, zieht als „etwas, das ich verpasst habe“ vorbei. Sie können nicht einmal bemerken, was Sie nicht wissen.
Die Arbeit teilt sich deshalb in zwei Stufen.
Stufe 1: Finden Sie heraus, was Sie nicht kennen.
Prüfen Sie die echte Klangform der Stelle, die Sie nicht erfasst haben, und erkennen Sie: „Diesen Laut kannte ich nie.“ Der Hören-dann-Lernen-Ablauf dieses Leitfadens ist genau dafür gebaut, Ihnen diese erste Stufe sofort zu geben.
Stufe 2: Wiederholen, bis es vertraut ist.
Leider reicht Wissen allein nicht, um zu hören. Sie müssen das echte Audio wieder und wieder anhören und einen bekannten Laut in einen vertrauten verwandeln. Erst in dieser Stufe kommen die Stellen an, die Sie vorher nicht hörten.
Über VoiceGlyph
Wir bauen ein Werkzeug, um genau diese zwei Stufen — die Klangform kennenlernen, dann bis zur Vertrautheit wiederholen — direkt auf YouTube zu erledigen. Wenn Sie in einem Video auf einen Moment stoßen, den Sie nicht erfassen, können Sie diese Sekunden in eine Karte verwandeln, sie mit Übersetzung und Hör-Tipp behalten und jederzeit wiederholen. Die Karten in diesem Artikel sind das echte Produkt: Spielen Sie ab jedem Punkt der Wellenform, verlangsamen Sie, tippen Sie auf ein Wort — bis es sitzt.
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Weitere Lautveränderungen
Audio und Standbilder der Karten sind Zitate aus Videos, die unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC BY) veröffentlicht wurden. Jede Karte nennt den Kanal und verlinkt auf die genaue Szene im Originalvideo.